Mittelrhein

 

heißt das nördlichste der westdeutschen und eines der kleinsten deutschen Anbaugebiete. Der Charakter der Weine, überwiegend Riesling, aber auch Müller-Thurgau und Kerner, wird vor allem durch die Bodenart (Tonschiefer und Grauwacke) geprägt. Wie an der Ahr dominiert der Direktverkauf kleiner und mittlerer Erzeugerbetriebe an Endverbraucher, bedingt durch intensiven Fremdenverkehr.

 

Geographische Lage:
100 km lang auf beiden Seiten des Rheins, von der Nahe bis Koblenz bzw. bis zum Siebengebirge.

 

Klima:
Viele Sonnentage und windgeschützte Lage; der Rhein wirkt als Wärmespeicher.

 

Böden:
Schiefer- und Grauwackeverwitterungsböden, vereinzelte Lößinseln; im Norden Böden vulkanischen Ursprungs.

 

Rebfläche:
ca. 600 ha, 2 Bereiche, 11 Großlagen und 111 Einzellagen

 

Rebsorten:
Riesling, Müller-Thurgau, Kerner und Spätburgunder

 

Vermarktung:
fast ausschließlich im Gebiet und als Sektgrundwein

Quelle: Internet

 

 

 

Weinbauorte und Lagen um Niederheimbach

 

Großlage

 

Gemeinde

Einzellage

SCHLOSS  REICHENSTEIN

Oberheimbach

Römerberg

Klosterberg

Wahrheit

Sonne

 

Niederheimbach

Froher Weingarten

Schloß Hohneck

Reifersley

Soonecker Schloßberg

 

Trechtingshausen

Morgenbachtaler

 

 

 

Wir stellen Ihnen hier die Rebsorten vor, die in Niederheimbach angebaut werden:

Weißweine

Rotweine

Die Rebsorten und ihre Namen

 

Riesling

 Riesling ist unbestritten die deutsche Vorzeige-Rebsorte. Rieslingweine zeichnen sich durch feine Rasse, Eleganz sowie ein fruchtiges, an Pfirsich erinnerndes Bukett aus. In großen Jahren können aus der spätreifenden Rebsorte international anerkannte Spitzenweine entstehen. Riesling gehört (neben Müller-Thurgau) zu den wirtschaftlichen Stützen der deutschen Weinwirtschaft. Die Sorte liefert zudem ausgezeichnete Grundweine für die Sektherstellung. Kein Wunder, dass Riesling-Reben in sämtlichen deutschen Anbaugebieten zu finden sind und auf der Skala der Neuanpflanzungen ganz vorne stehen. Die Herkunft der Sorte ist bis heute nicht bewiesen. Wahrscheinlich stammt sie von der am Rhein heimischen Wildrebe Vitis Vinifera Var. sylvestris ab. Auch der Ursprung des Namens bleibt unklar. Kommt er von Rusling (Rus = dunkles Holz) oder von Rissling (rissig = reißen)?

 

Müller-Thurgau (Rivaner)

 Die Müller-Thurgau-Rebe wurde 1882 von Professor Dr. Müller-Thurgau in Geisenheim gezüchtet. Die Sorte gilt als Kreuzung zwischen Riesling x Gutedel. Der Professor konnte vor über 100 Jahren nicht ahnen, dass sich seine Züchtung einmal zu einer der am häufigsten angebauten Rebsorten Deutschlands mausert. Unbestritten nimmt Müller-Thurgau – was den mengenmäßigen Absatz deutscher Weine betrifft – den Spitzenplatz ein, zumal die Rebsorte auch als Bestandteil des deutschen Export-Typenweins "Liebfrauenmilch" Verwendung findet. Einige Erzeuger aus deutschen Landen erzielen mittlerweile mit jungen, leichten, frischen, trocken ausgebauten Müller-Thurgau-Weinen unter der Bezeichnung "Rivaner" beachtliche Vermarktungserfolge, insbesondere in der ambitionierten Gastronomie.

 

Silvaner

 Der grüne Silvaner war einmal die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Heute geht die mit Silvaner bestockte Rebfläche jedoch leicht zurück, der Anbau von Neuzüchtungen erfolgte im überwiegenden Maß auf seine Kosten. Allerdings kommt es in einigen Gebieten zu einer Renaissance der Rebsorte, da sich ein zunehmender Teil der Erzeuger auf die typischen Rebsorten zurück besinnt. Silvaner-Weine sind im Geschmack weitgehend neutral. Von Gesteins- und Kiesböden können aber auch sehr fruchtige Silvaner gewonnen werden. Auch beim Silvaner lässt sich die Herkunft nicht eindeutig nachweisen. Fest steht lediglich, dass es sich um eine alte Sorte handelt, die vermutlich aus dem Donaugebiet stammt. Womöglich kommt die Rebsorte aus Transsilvanien (dem heutigen Siebenbürgen in Rumänien).

 

Kerner

Die inzwischen am meisten angebaute Neuzüchtung hat in relativ kurzer Zeit eine enorme Verbreitung gefunden. Die Hauptgründe liegen in der Frosthärte und in ansprechenden, oftmals Riesling-artigen Weinen sowie mengenmäßig relativ sicheren, üppigen Erträgen bei zufriedenstellenden Mostgewichten. Kerner ist eine Züchtung der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg aus den Sorten Trollinger x Riesling, deren Name auf den württembergischen Dichter Justinus Kerner zurückgeht. Die größten Anbauflächen dieser Neuzüchtung befinden sich in der Pfalz, in Rheinhessen, Württemberg und an Mosel-Saar-Ruwer. Die Weine des Kerners sind frisch, rassig, Riesling-ähnlich und haben ein fruchtiges, feines Bukett, das gelegentlich einen leichten Muskatton aufweist.

 

Scheurebe

 Scheurebe ist eine weitere Züchtung, die sich in vielen deutschen Anbaugebieten durchsetzen konnte. Die Kreuzung der Landesanstalt für Rebenzüchtung Alzey aus den beiden Standardsorten Silvaner x Riesling erhielt ihren Namen von dem Züchter Georg Scheu. Am verbreitetsten ist die Scheurebe in Rheinhessen, in der Pfalz und an der Nahe. Gute Scheurebe-Weine haben eine rassige Säure und ein volles, kräftiges Bukett mit einem an schwarze Johannisbeeren erinnernden Ton.

 

Huxelrebe

Ebenfalls aus der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey stammt eine Kreuzung aus Weißer Gutedel x Courtillier musqué: die Huxelrebe. Die Sorte kann bei entsprechendem Anschnitt Rekorderträge bringen. Bei vernünftigem Anbau liefert die Sorte ansprechende, frische Weine (rassig, elegant, charaktervoll, reif) mit einem feinen Muskatton im höheren Prädikatsbereich. Die Lagerfähigkeit ist gut. Hauptverbreitungsgebiete sind Rheinhessen, die Pfalz und die Nahe.

  

 Spätburgunder

 Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Spätburgunder unter den Rotweinen: die Spitze. Die Heimat des Spätburgunders liegt sicher im Burgund, wo der Anbau der Sorte seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert ist. Den Hauptanteil der Spätburgunder-Anbaufläche in Deutschland findet man in Baden - und dort hauptsächlich am Kaiserstuhl und in der Ortenau. Die Weine sind vollmundig, samtig, mit einem feinen, an Brombeeren und Bittermandeln erinnernden Aroma, das man auch als Burgunderton bezeichnet. Unter den deutschen Rotweinen erzielen die Spätburgunder die höchsten Preise. Im Fachhandel und in der Gastronomie werden selbst hoch preisige Spätburgunder (teilweise Barrique-Ausbau) problemlos verkauft. Aus den vielen Premium-, Exklusiv- und Sonderserien ist Spätburgunder kaum wegzudenken.

 

Dornfelder

 Die Erfolgsstory der Rebsorte startete in Deutschland mit 124 Hektar bestockter Rebfläche im Jahr 1972. Mittlerweile rangiert Dornfelder in der Liste der am häufigsten angebauten Rotweinsorten mit 3.200 ha auf Platz drei - Tendenz weiter steigend, wie die Zahl der jährlichen Neuanpflanzungen beweist. Dabei ist Dornfelder längst seiner ursprünglichen Rolle als "Deckrotwein" entwachsen und hat sich zu einem eigenständigen, fruchtigen, gehaltvollen Wein entwickelt, der auch als Sekt-Spezialität immer mehr an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus erzielen einige Winzer mit ihren im Holzfass (teilweise im Barrique) ausgebauten Dornfeldern hohe Flaschenweinpreise. Hauptverbreitungsgebiete der Kreuzung aus Helfensteiner x Heroldrebe sind die Pfalz und Rheinhessen.

 

 

 

Die Rebsorten und ihre Namen

 

Riesling

 

 

 

der Name kommt entweder von der rissigen Borke des Stammes oder der Neigung zum verrieseln

 

Silvaner

 

 

 

 

von lat. silva = Wald, die Synonyme Franken oder Österreicher deuten auf seine Herkunft hin, möglicherweise auch auf Transylvanien zurückzuführen

 

Müller-Thurgau

 

gezüchtet von Prof. Dr. H. Müller aus Thurgau

 

Kerner

 

Nach dem Dichter Justinus Kerner

 

Scheurebe

 

nach dem Züchter Georg Scheu (Zuchtjahr 1916)

 

Huxelrebe

 

 

nach Fritz Huxel, der als erster in Rheinhessen Anbauversuche unternahm

 

Spätburgunder

 

Herkunft Burgund, spät reifend

 

Dornfelder

 

 

 

nach I. Dornfeld, der voriges Jahrhundert die Gründung einer württembergischen Weinbauschule anregte

 

Quelle: Deutsches Weininstitut

 

Wenn Sie mehr über die deutschen Weine wissen wollen, gehen Sie zu

Deutsches Weininstitut  (www.deutscheweine.de)

oder besuchen Sie unsere ortsansässigen Winzer !! 

 

 

 

 

 

Niederheimbach hat eine bestockte Rebfläche von etwa 38 Hektar. Diese verteilen sich auf:

Weißweinrebsorten

35 Hektar

92 %

Riesling

28 Hektar

74 %

Silvaner

2 Hektar

5 %

Scheurebe

1 Hektar

3 %

Huxelrebe

1 Hektar

3 %

Rotweinrebsorten

3 Hektar

8 %

Spätburgunder

2 Hektar

5 %

Dornfelder

1 Hektar

3 %

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

 

Stand: 1999